Ich bin mit dem Codex nicht so glücklich. Es ging viel Flair verloren zugunsten von Spacemarine Standardgedöns.
Die Strategems finde ich über weite Teile lieblos. 8 mal x bekommt einen Reroll auf y. Ein Effekt den wir als Bubbles auch ohne CP aufs Feld bekommen. Geärgert hat mich, dass GW 2 Strategems an Bedingungen knüpft, die mit dem Powerlevel zu tun haben. Das macht die Spielinteraktionen noch komplizierter. Wer hat denn das Powerlevel seiner Units im Kopf? Dafür feiere ich das Lone Wolve Strategem - da haben sie den Nagel auf den Kopf getroffen. Zudem haben wir viel zu viele Strategems die an Bedingungen geknüpft sind. Mir fallen mindestens 5-6 ein die Aktivierer auf dem Feld brauchen und nicht allein durch das Aufstellen der Armee aktiv sind. Unser -1 to Hit Strategem für 3 CP mit einer Bedingung ist für mich nicht zu begründen. -1 to hit in der Bubble ist gut keine Frage aber 3 CP ist teuer und dann ist es auch noch unzuverlässig? Warum? Meiner Erfahrung nach ist -1 gut aber nicht übermäßig stark, -2 hingegen sehr stark.... -2 bekämen aber nur Flieger hin. Ich sehe da keinen Grund es irgendwie einzuschränken. Auf der positiven Seite ist scharfe Sinne DER Hit.
Weiterhin bin ich bei den Psikräften allgemein irritiert. 3 Psioniker aufstellen für das lebender Sturm Strategem? Stormcaller hat jetzt Warpcharge 8? Ich wage stark zu bezweifeln, dass Runenpriester gut genug sind/billig genug sind jemals 3 aufzustellen.
Irritierend sind auch verschiedene Regelformulierungen; z.B. die Formulierung des Wolfensteins. Modelle in befreundeten Einheiten in 3 Zoll ? Was ist das für ne Formulierung? Die englische Formulierung ist genauso. Sind das jetzt nur die Modelle in 3 Zoll oder die ganze Einheit die ein Modell in 3 Zoll hat? Ähnliches gilt für die Saga der Majestät - warum schreibt man eine Saga mit mehr Ausnahmen zu dem Bonus als sie nutzen hat? War der Wolfenstein auf 6" wirklich so imba? Wäre Stormcaller auf 9" wirklich so imba? Was ist da los?
Ein Kompliment möchte ich den besonderen Chars machen. Außer Logan auf Wagen, Ulrik und Canis sind die alle gut spielbar, Harold ist der Mann und Björn gefällt mir richtig gut. Arjak ist etwas teuer aber er hat richtig Potenzial, wenn der Cav oder Battleleader bufft haut das rein. Leider sind Wolfpriester immernoch schlecht. Als einzige Spacemarines haben unsere "Apothekarii" nicht die Möglichkeit ein totes Modell wieder auf die Beine zu stellen.
Dagegen ist der Codex voll von Massen an lieblosen Copy Paste Einträgen auf die ich echt gut verzichten könnte und dem Verlust von spacewolvetypischen Einträgen. Wir haben alle SW Bikechars und ein paar Donnerwolfchars verloren um Vanilla Primaris dazu zu gewinnen. Wir haben Wolfgardebiker verloren (Bikeveteranen waren anscheinend zu typisch Spacewolve) dafür haben wir endlich Zugriff auf Wolfgarde Tartaros und Cathapractiterminatoren bekommen. Gott sei dank (Sarkasmus). Die Scoutbikes und der Landspeeder Storm machen mich aber durchaus happy.
Dann die Sagas.... Wenn man in andere Codizies schaut sind doch die Warlordtraits entscheidend die die Armee als ganzes Buffen; entweder indem sie CP farmen oder einen Bubbleeffekt geben. Traits die nur ein Modell buffen sind meist irrelevant. Jetzt haben wir die Möglichkeit mit dem einen zu starten um das andere zu bekommen. Ich denke es besteht Einigkeit darüber das die Saga des Wolfs diejenige ist die gespielt werden wird. Die ist ersteinmal genau das selbe wie das Regelbuchtrait (der nicht gespielt wird) und kann dann - vermutlich ab Runde 3 - zu einer Aurafähigkeit werden. Wäre die Aura von Anfang an aktiv wäre das ein gutes Trait. So zweifle ich ernsthaft daran ob sich ein Spacewolf Warlord lohnt. Wie ich schonmal hier schrieb hat GW mit der Struktur der Sagas ein Balanceproblem geschaffen und dieses gelöst indem alle Effekte subpar zu anderen Turniercodizies sind. Außer der Saga des Wolfes sind die alle entweder im Effekt selbst zu schlecht oder nur dann aktivierbar wenn Vollmond, Fenris und Russes Nasenhaare in kosmischer Harmonie stehen. Für ein B&B Spiel sind die Sagas cool und sehr wölfisch. In Turnierlisten ist das 180Punkte Battalion Imperiale Armee mit der Commandpunktfarm einfach besser.
Zuletzt sind da ein paar Nerfs die ich nicht nachvollziehen kann. Über den Frostschild ist schon viel geredet worden aber es ist ja z.B. auch die Fenrisaxt generft worden. Anstatt +1 Attacke +4 -3 W6 wir haben 2 Modi. Der Anti Masse Modus ist super aber der AntiBigGuy Modus ist massiv schwächer mit - 1 Attacke und -1 WS bei 25% erhöhten Punktkosten (für die Axt alleine). Für mich war der Sturmschild/Axtbot kein Massenkonter. Dem Codex fehlt es imho an Kontern gegen BigGuys. Der Nerf des NKBots streut da Salz in die Wunde. Er ist jetzt ein Konter gegen Eliteinfanterie - da waren wir aber schon vorher stark.
Zusammenfassend werde ich mal schauen ob man nicht Donnerwolfcav mit Arjak und einem Kriegsherrn mit Wolvestone und Saga of the Wolve kombinieren kann, um auf 5 Attacken pro Donnerwolf zu kommen. Dazu sind Longfang wohl die einzige Einheit die als stark ins Auge springen. Leider sind Raketenwerfer noch immer genauso teuer wie Laserkannonen - warum auch immer - aber die Trupps sind minimal billiger und besser geworden und profitieren stark von verschiedenen Strategems.
Für den Turnierzirkus gilt für mich immernoch: Marines und MEQ sind in der 8ten Edition einfach zu teuer. Daran ändert der Spacewolvecodex leider wenig. Zudem brauchen Nahkampfarmeen viel mehr "Goodies" um zu funktionieren und die sehe ich hier einfach nicht. Ein Youtube Reviewer hat den folgenden Satz(auf englisch) gesagt, den ich vllt etwas zu hart finde der aber im Grunde richtig ist: "In einer Zeit in der sich eine Turnierarmee durch Mobilität und Feuerkraft definiert, die stark genug sein mus um einen Knight in einer Runde zu verkrüppeln bekommen wir eine Nahkampfarmee ohne Hardhitters, ohne die Möglichkeit zuverlässig in den Nahkampf zu kommen, ohne Möglichkeit im Nahkampf zu bleiben und sogar ohne Möglichkeit jeden Nahkampf zuverlässig zu gewinnen. Its dead on arrival"
So long
Yog Sothoth
Die Strategems finde ich über weite Teile lieblos. 8 mal x bekommt einen Reroll auf y. Ein Effekt den wir als Bubbles auch ohne CP aufs Feld bekommen. Geärgert hat mich, dass GW 2 Strategems an Bedingungen knüpft, die mit dem Powerlevel zu tun haben. Das macht die Spielinteraktionen noch komplizierter. Wer hat denn das Powerlevel seiner Units im Kopf? Dafür feiere ich das Lone Wolve Strategem - da haben sie den Nagel auf den Kopf getroffen. Zudem haben wir viel zu viele Strategems die an Bedingungen geknüpft sind. Mir fallen mindestens 5-6 ein die Aktivierer auf dem Feld brauchen und nicht allein durch das Aufstellen der Armee aktiv sind. Unser -1 to Hit Strategem für 3 CP mit einer Bedingung ist für mich nicht zu begründen. -1 to hit in der Bubble ist gut keine Frage aber 3 CP ist teuer und dann ist es auch noch unzuverlässig? Warum? Meiner Erfahrung nach ist -1 gut aber nicht übermäßig stark, -2 hingegen sehr stark.... -2 bekämen aber nur Flieger hin. Ich sehe da keinen Grund es irgendwie einzuschränken. Auf der positiven Seite ist scharfe Sinne DER Hit.
Weiterhin bin ich bei den Psikräften allgemein irritiert. 3 Psioniker aufstellen für das lebender Sturm Strategem? Stormcaller hat jetzt Warpcharge 8? Ich wage stark zu bezweifeln, dass Runenpriester gut genug sind/billig genug sind jemals 3 aufzustellen.
Irritierend sind auch verschiedene Regelformulierungen; z.B. die Formulierung des Wolfensteins. Modelle in befreundeten Einheiten in 3 Zoll ? Was ist das für ne Formulierung? Die englische Formulierung ist genauso. Sind das jetzt nur die Modelle in 3 Zoll oder die ganze Einheit die ein Modell in 3 Zoll hat? Ähnliches gilt für die Saga der Majestät - warum schreibt man eine Saga mit mehr Ausnahmen zu dem Bonus als sie nutzen hat? War der Wolfenstein auf 6" wirklich so imba? Wäre Stormcaller auf 9" wirklich so imba? Was ist da los?
Ein Kompliment möchte ich den besonderen Chars machen. Außer Logan auf Wagen, Ulrik und Canis sind die alle gut spielbar, Harold ist der Mann und Björn gefällt mir richtig gut. Arjak ist etwas teuer aber er hat richtig Potenzial, wenn der Cav oder Battleleader bufft haut das rein. Leider sind Wolfpriester immernoch schlecht. Als einzige Spacemarines haben unsere "Apothekarii" nicht die Möglichkeit ein totes Modell wieder auf die Beine zu stellen.
Dagegen ist der Codex voll von Massen an lieblosen Copy Paste Einträgen auf die ich echt gut verzichten könnte und dem Verlust von spacewolvetypischen Einträgen. Wir haben alle SW Bikechars und ein paar Donnerwolfchars verloren um Vanilla Primaris dazu zu gewinnen. Wir haben Wolfgardebiker verloren (Bikeveteranen waren anscheinend zu typisch Spacewolve) dafür haben wir endlich Zugriff auf Wolfgarde Tartaros und Cathapractiterminatoren bekommen. Gott sei dank (Sarkasmus). Die Scoutbikes und der Landspeeder Storm machen mich aber durchaus happy.
Dann die Sagas.... Wenn man in andere Codizies schaut sind doch die Warlordtraits entscheidend die die Armee als ganzes Buffen; entweder indem sie CP farmen oder einen Bubbleeffekt geben. Traits die nur ein Modell buffen sind meist irrelevant. Jetzt haben wir die Möglichkeit mit dem einen zu starten um das andere zu bekommen. Ich denke es besteht Einigkeit darüber das die Saga des Wolfs diejenige ist die gespielt werden wird. Die ist ersteinmal genau das selbe wie das Regelbuchtrait (der nicht gespielt wird) und kann dann - vermutlich ab Runde 3 - zu einer Aurafähigkeit werden. Wäre die Aura von Anfang an aktiv wäre das ein gutes Trait. So zweifle ich ernsthaft daran ob sich ein Spacewolf Warlord lohnt. Wie ich schonmal hier schrieb hat GW mit der Struktur der Sagas ein Balanceproblem geschaffen und dieses gelöst indem alle Effekte subpar zu anderen Turniercodizies sind. Außer der Saga des Wolfes sind die alle entweder im Effekt selbst zu schlecht oder nur dann aktivierbar wenn Vollmond, Fenris und Russes Nasenhaare in kosmischer Harmonie stehen. Für ein B&B Spiel sind die Sagas cool und sehr wölfisch. In Turnierlisten ist das 180Punkte Battalion Imperiale Armee mit der Commandpunktfarm einfach besser.
Zuletzt sind da ein paar Nerfs die ich nicht nachvollziehen kann. Über den Frostschild ist schon viel geredet worden aber es ist ja z.B. auch die Fenrisaxt generft worden. Anstatt +1 Attacke +4 -3 W6 wir haben 2 Modi. Der Anti Masse Modus ist super aber der AntiBigGuy Modus ist massiv schwächer mit - 1 Attacke und -1 WS bei 25% erhöhten Punktkosten (für die Axt alleine). Für mich war der Sturmschild/Axtbot kein Massenkonter. Dem Codex fehlt es imho an Kontern gegen BigGuys. Der Nerf des NKBots streut da Salz in die Wunde. Er ist jetzt ein Konter gegen Eliteinfanterie - da waren wir aber schon vorher stark.
Zusammenfassend werde ich mal schauen ob man nicht Donnerwolfcav mit Arjak und einem Kriegsherrn mit Wolvestone und Saga of the Wolve kombinieren kann, um auf 5 Attacken pro Donnerwolf zu kommen. Dazu sind Longfang wohl die einzige Einheit die als stark ins Auge springen. Leider sind Raketenwerfer noch immer genauso teuer wie Laserkannonen - warum auch immer - aber die Trupps sind minimal billiger und besser geworden und profitieren stark von verschiedenen Strategems.
Für den Turnierzirkus gilt für mich immernoch: Marines und MEQ sind in der 8ten Edition einfach zu teuer. Daran ändert der Spacewolvecodex leider wenig. Zudem brauchen Nahkampfarmeen viel mehr "Goodies" um zu funktionieren und die sehe ich hier einfach nicht. Ein Youtube Reviewer hat den folgenden Satz(auf englisch) gesagt, den ich vllt etwas zu hart finde der aber im Grunde richtig ist: "In einer Zeit in der sich eine Turnierarmee durch Mobilität und Feuerkraft definiert, die stark genug sein mus um einen Knight in einer Runde zu verkrüppeln bekommen wir eine Nahkampfarmee ohne Hardhitters, ohne die Möglichkeit zuverlässig in den Nahkampf zu kommen, ohne Möglichkeit im Nahkampf zu bleiben und sogar ohne Möglichkeit jeden Nahkampf zuverlässig zu gewinnen. Its dead on arrival"
So long
Yog Sothoth
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