recasts auf ebay und co

Nötige Anpassung der Balance
Werden FW- und Neumodelle nicht deswegen als Kopien gekauft, weil die Regeln nicht ganz so "angepasst & ausgewogen" sind? Das ist doch die Basis der allgemeinen "Pay2Win"-Kritik in Warhammer und des GW Verkaufsschemas von Neuheiten...
Aber meint Ihr denn generell dass die Schnelllebigkeit bei GW Leute zu Recastern treibt ?
Nein, es ist nur ein weiterer Versuch der Rechtfertigung, wie alle hier vorgetragenen Pro-Recast "Argumente"
 
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Jo, diesen Spruch finde ich auch immer etwas unsinnig. Ich könnte es mir auch leisten bei McDonalds 20 Euro für einen Burger zu zahlen, bin aber trotzdem nicht bereit das zu tun.
Ich finde den Spruch zwar simpel aber völlig korrekt und legetim. Wenn du dir etwas nicht leisten kannst oder möchtest dann gibt dir das nicht das Recht eben jenes illegal zu erwerben.

Die Preispolitik von GW finde ich auch nicht wirklich berauschend aber es bleibt jedem selbst überlassen die Sachen zu kaufen oder auch nicht.
Aber meint Ihr denn generell dass die Schnelllebigkeit bei GW Leute zu Recastern treibt ?
Ich spiele z.B. eher historische Systeme, und wenn ich mir jetzt einen Sherman Panzer kaufe, kann ich mir da sicher sein, dass ich auf Ewigkeit diesen auch in WW2 Spielen spielen kann. Bei GW weiß man ja nie ob man ein Modell in der nächsten Edition noch spielen kann...

Die "Schnellebigkeit" ist nur bei Leuten ein Problem die eben jenem Meta bzw der Powerspirale hinterher rennen. Für den Normalen Spieler eher nicht. Die meisten Miniaturen kannst du außerdem lange spielen, vieles wandert halt einfach in legends oder wird unter einem anderen Eintrag zusammengefasst.

Nein, es ist nur ein weiterer Versuch der Rechtfertigung, wie alle hier vorgetragenen Pro-Recast "Argumente"

Die Pro Recast/3D Druck Fraktion scheint hier auch sehr groß zu sein
 
Nein, es ist nur ein weiterer Versuch der Rechtfertigung, wie alle hier vorgetragenen Pro-Recast "Argumente"
Pro Argument nicht aber Verständnis für Hobbyisten, die es so sehen. Im großen Teil meines Bekanntenkreises (von dem ein Großteil Modellbauer und hist TT Spieler sind) gilt Warhammer und alles drumherum als Hobby für Snobs und Kids mit zu viel Kohle, da sich alle Naselang die Regeln ändern können und viele Einsteiger genau deswegen ganz schnell zu Aussteigern werden (viele Angebote in der Bucht sehen auch dementsprechend aus). Das macht Recast's noch lange nicht legal aber ich denke das Thema wird in naher Zukunft eh auf ein ganz anderes Level gehobenen. Wenn man sich die tw verkacken Zinn Nachgüsse von vor ein paar Jahren anschaut und was heute so geht, kommen auch Firmen nicht ums Umdenken herum. Illegal bleibt es zumindest, solange die Gesetze sich nicht ändern. Also wie gesagt, muss jeder selbst entscheiden was er macht.
 
Jo, diesen Spruch finde ich auch immer etwas unsinnig. Ich könnte es mir auch leisten bei McDonalds 20 Euro für einen Burger zu zahlen, bin aber trotzdem nicht bereit das zu tun.

Aber meint Ihr denn generell dass die Schnelllebigkeit bei GW Leute zu Recastern treibt ?
Der Satz geht mir auch auf den Senkel und er ist auch schlicht falsch. Man kann für ein paar Euro ganz legal und moralisch einwandfrei Warhammer spielen.

Wenn du eine Nachfrage schaffst und nicht bedienst, dann treibst du die Interessierten zu anderen Quellen, das ist klar wie Kloßbrühe.
 
Wenn du dir etwas nicht leisten kannst oder möchtest dann gibt dir das nicht das Recht eben jenes illegal zu erwerben.
Das ist wohl richtig, nur ist der reine Erwerb von Recasts nicht illegal. Das Anfertigen und Vertreiben hingegen (wahrscheinlich) schon.

Die Pro Recast/3D Druck Fraktion scheint hier auch sehr groß zu sein
Ist das für Dich eine Fraktion ?
 
Finde auch, daß es erstmal feststehen müsste wo Recast anfängt bzw aufhört. Bei einem 1:1 Abklatsch ist es klar, aber dann? Hab zB gerade 2 mögliche BFG Flotten auf dem Schirm. Eine ca 60% GW/FW?? 40% "Alternative Modelle" unbekannter Herkunft (äähh enthusiastisch gebaut und bemalt, anders möchte ich es nicht bezeichnen) =>350 €. Die andere (ähnlich zusammen gestellt) bei einem 3th Hersteller (ungebaut, unbemalt) =>150€.Moralisch richtig(er) wäre jetzt sicherlich die erste (hat "nur" 40 % vermutliche Recast's). Da ist für mich aber nicht das Geld, sondern die Zeit ein Argument, welche ich noch investieren müsste und ob die 3D Drucke Recasts sind weiß ich auch nicht. Das wäre zB ein Punkt der erst einmal festzustellen wäre.
PS eine Fraktion sehe ich hier auch nicht wirklich, obwohl einiges schon ziemlich dogmatisch rüber kommt.
 
Das ist wohl richtig, nur ist der reine Erwerb von Recasts nicht illegal. Das Anfertigen und Vertreiben hingegen (wahrscheinlich) schon.

Wenn du das ganze Wertungsfrei ansiehst: Erwerb einer Kopie eines geschützten Objektes ist nicht Strafbar, sollte es sich allerdings klar erkennbar um eine Kopie handeln, kann der Rechteinhaber einiges dir als Käufer gegenüber geltend machen (ob er das tut und sich lohnt ist erst einmal nebensächlich) Abmahnung, etc.
Kaufst du evtl. für andere mit ein weil jemand sagt "hey kauf mir mal das mit", vebreitest du in dem moment und dann ist es sogar Strafrechtlich relevant.

Offensichtlich kopierte Objekte zu kaufen fördert natürlich illegale/rechtswidrige Herstellung solcher und sollte vom Grundsatz her nie unterstützt werden.

Ist das für Dich eine Fraktion ?

Fraktion, Gruppe, Menschen mit der selben Meinung. Nenn es wie du möchtest aber es gibt hier nunmal solche die das Thema stark positiv sehen und solche die das eben nicht tun.

Finde auch, daß es erstmal feststehen müsste wo Recast anfängt bzw aufhört.

ich fand das eigentlich schon recht gut geklärt, es geht rein um die Modelle die Problemlos Neu oder gebraucht erworben werden können, Modelle wie die BFG Flotten und sowas haben schon mehrere hier ausgenommen davon. Es geht rein um 1:1 kopien oder eben Modelle die sehr stark danach aussehen.
Gebrauchte, längst ausgelaufene, gute Designs von Privat und 3. Herstellern, fallen nicht unter den Recast begriff
 
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Diese Schnellebigkeit schreckt sicher auch Leute davor ab zig Euro in ein Hobby zu investieren. Wenn man sich wie og, ein Motorrad kauft, fährt man idR auch etwas länger.

Joh! Da muss man irgendwann auch einfach gucken, wie oft man überhaupt pro Jahr spielt, und ob sich das mitmachen überhaupt lohnt! Sobald man einen Codex nur maximal 3-4x pro Edition nutzt, singt der Spass auf eine Neuerwerbung doch deutlich! 😉

Um in Deinem Motorrad-Bild zu bleiben:
Wenn ich mir ein Motorrad hole, und der Hersteller würde in der Gewährleistungszeit KOSTENPFLICHTIG ein Hardware- und/oder Software-Update rausbringen, welches Fehler meines Bikes ausbessern soll, würde ich ihm kräftig was husten!??

Ist aber beides OT!
 
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Aber Kritik mit „irgendwas ist immer“ (denn nicht anderes sagt der blumige Spruch oben) abtun ist billig, faul und falsch.
Ich wollte auch eigentlich nur einen Witz reißen.

Aus eigener Erfahrung kann man es aber wenigen Leuten (ich schränke das ein: wenigen Leuten, von denen man hört) recht machen; nicht mal, wenn das Produkt kostenlos ist und man das ehrenamtlich tut. Ich habe ein paar Jahre lang die Kampagnenleitung von MekWars gemacht und dabei vor allen Dingen gelernt, dass man Probleme beim Spieldesign auf keinen Fall so lösen kann, wie die Beschwerdeführer das haben wollen. Die meisten Beschwerden gab es, wenn man genau das umgesetzt hat, was sie gefordert haben, weil das, was sie sagten, meistens nicht das war, was sie eigentlich wollten. Im Allgemeinen waren das Vorteile für die eigene Fraktion... Ich habe da auch gelernt, dass man mit Playtesting nur begrenzt weit kommt und immer einer das Loch findet, sobald irgendwas in die Wildbahn kommt, weil Playtester natürlich nicht mit einer Community konkurrieren können, die in den ersten Stunden nach Release schon mehr Spiele abreißt als die Tester in mehreren Monaten. Man bekommt eigentlich nur Approximationen hin, irgendwas ist tatsächlich immer. Nicht mal Blizzard schafft das mit nur drei Fraktionen und Zillionen von Instantdaten aus dem BattleNet.

Deshalb würde ich das auch nicht beruflich machen wollen, das ist nur was für Leute mit einem wirklich dicken Fell.
 
Finde auch, daß es erstmal feststehen müsste wo Recast anfängt bzw aufhört. Bei einem 1:1 Abklatsch ist es klar, aber dann? Hab zB gerade 2 mögliche BFG Flotten auf dem Schirm. Eine ca 60% GW/FW?? 40% "Alternative Modelle" unbekannter Herkunft (äähh enthusiastisch gebaut und bemalt, anders möchte ich es nicht bezeichnen) =>350 €. Die andere (ähnlich zusammen gestellt) bei einem 3th Hersteller (ungebaut, unbemalt) =>150€.Moralisch richtig(er) wäre jetzt sicherlich die erste (hat "nur" 40 % vermutliche Recast's). Da ist für mich aber nicht das Geld, sondern die Zeit ein Argument, welche ich noch investieren müsste und ob die 3D Drucke Recasts sind weiß ich auch nicht. Das wäre zB ein Punkt der erst einmal festzustellen wäre.
PS eine Fraktion sehe ich hier auch nicht wirklich, obwohl einiges schon ziemlich dogmatisch rüber kommt.
Sowas finde ich tatsächlich sehr schwierig. Soll ich mir Orginale GW Tau Schiffe kaufen, die teilweise für mehr als den 10fachen Orginalpreis über den Ladentisch gehen, weil's die nicht mehr zu kaufen gibt? Recasts, die ca den Orginalpreis kosten? Oder 3D Drucke, von jemanden, der sich die Mühe gemacht hat das Orginale GW Design grob zu übernehmen und es sogar noch besser gemacht hat?

Ich persönlich hab mich für letzteres entschieden.
 
Fraktion, Gruppe, Menschen mit der selben Meinung. Nenn es wie du möchtest aber es gibt hier nunmal solche die das Thema stark positiv sehen und solche die das eben nicht tun.
Ich meinte das in dem Sinne ob Du wirklich Recast-Befürworter und 3D-Druck-Fans als eine gemeinsame Fraktion siehst ?
Für mich besteht da nämlich ein ziemlich großer Unterschied.
 
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Persönlich hab ich nichts gegen Menschen die sich recasts für den eigenen Gebrauch kaufen oder selbst anfertigen mit nem Drucker, die mittlerweile Absurde Preisspirale von GW fördert das nunmal. Mittlerweile sind die Minis ja auf einem Stand der kaum noch meckern lässt, aber als ich vor 20 Jahren das erste Mal von Warhammer gehört hab ist mir das Spiel und die Firma folgendermaßen bekannt gemacht worden:
"Willst dich für hässliche Minis und ein seltsames System übern Tisch ziehen lassen mit Mondpreisen, dann spielst Warhammer."
Dem musste ich damals sogar zustimmen, heute hab ich das Geld und auch schon einiges ausgegeben dafür, aber ob ich da noch weiter mitspiele seit Brexit, zumindest abseits der großboxen muss ich mir erst noch gewaltig überlegen. Erstmal hab ich genug daheim zu bemalen.
 
Na ja "Spielen" kann man ein Modell ja immer. Das hängt ja von seinem eigenen Anspruch an die Konkurrenzfähigkeit der Liste ab.

Ich denke nicht, dass das Problem ist, dass sich Verschiebungen in einem Meta ergeben, sondern wie stark die Ausschläge sind.

Um mal bei mir persönlich zu bleiben. Mich treibt die subjektiv empfundene Schnelllebigkeit nicht zum Recaster ABER meine Kaufbereitschaft und auch Interesse an Warhammer ist kontinuierlich gesunken.

Der eine hört dann ggfs. ganz auf, andere stagnieren in Ihrer Spielegruppe in einer Edition, andere stört es nicht und wieder anderen gehen dann auf Recast.

Wie gesagt, es geht glaube ich nicht um Einzelmodelle, aber wenn ich mir in einer Edi meine Armee mühsam um ein Konzept aufgebaut und da 30.000 Skaven Linientruppen bemalt habe, nur um dann in der neuen Edi festzustellen, dass dabei selbst bei B&B kein Spielpaß mehr aufkommt, weil alle anderen plötzlich um Meilen besser sind, dann kann ich (menschlich!!! nicht moralisch) nachvollziehen, warum der ein oder andere dann ohne schlechtes Gewissen auf Recast umsteigt für die Hälfte oder n Drittel des Preises.

Und auch wenn B&B i.d.R. keine Turnierlisten hervor bringt ist die Schere bei den Listen bei 40K und auch AoS zum Teil so groß, dass selbst bei B&B kaum Spielspaß aufkommt, wenn man sich nicht etwas abstimmt.

Geht nicht um Gewinnen, aber wenn Tabletop daraus besteht, dass ich meine Modelle aufstelle, der andere anfängt oder nach Doppelturn ich davon 2/3 wieder weg räumen muss, ohne dass die irgendwas gemacht haben, dann ist da wenig mit Spielpaß (natürlich Extrembeispiel).

Werden stabilere/ langlebigere Regeln Recast ganz verhindern = Nein

Sinkt ggfs. die Bereitschaft einiger sich Recasts zu holen, wenn Sie wissen, dass Sie mit dem neuen Original GW 120 Euro Modell auch in 2 oder 3 Jahren i.d.R. noch mithalten können = Ich glaube schon, dass das (einer von vielen) Gründen sein kann.

Ich kaufe als Regelsammler immer noch alle Bücher von 40K und AoS (40K seit der 6. AoS von Beginn an), auch um die anderen Armeen zu studieren. Aber auch da sinkt meine Bereitschaft immer mehr, denn wenn gerade der letzte Codex/ Kampagnenbuch/ BT da ist, so dass alle gerade einen aktuellen Codex/ BT haben.....kommt auch schon die neue Edi und das Spiel geht von vorne los. Und das geht bei 40K jetzt seit der 7. Edi so.

Und auch da kann ich dann (menschlich!!! nicht moralisch) z.B. Turnierspieler verstehen, die auf andere Quellen zurück greifen, um ggfs. nicht jedes Jahr mehrere Hundert Euro in Regeln zu investieren zu müssen, nur um sich auf Turniere vorzubereiten.

Ich habe in der ganzen 6. und 7. Edi 40K hindurch gefühlt nicht annäherend so viele Codize aussortieren müssen wie in der 8. und 9.

Und das die Lebenszeit einer Edi bei GW immer weiter sinkt ist doch Fakt. Ebenso, dass jede neue Edi wieder neue Battletomes/ Codize hervor bringt usw. usw. und die nächste Runde geht rückwärts, und das macht eben nicht jeder finanziell mit (ohne jetzte Recast verteidigen zu wollen).

Unabhängig davon hören bei uns auch viele gerade mit 40K auf, weil die keine Lust mehr haben sich durch den "Regelwust" durchzukämpfen.

Viele setzten die Hoffnung bei uns derzeit in AoS, mal sehen wie es dann da weitergeht mit der neuen Edi.

Ich glaube dass zu schnelle Releases in zu schneller Abfolge auch schnell einen Sättigungseffekt als Folge haben können, der dann genau das Gegenteil von "Hype" und "haben muss" bewirkt.
 
Da würde mich mal die Rechtsgrundlage interessieren.
Ich kenn mich zu wenig damit aus um dir die stellen zu sagen, aber die Fälle gabs zb zu hauf als die DVD raubkopien stark aufkamen, ich kenne da 2 Fälle aus meinem Bekantenkreis, daher rührt mein Wissen das eben der "Endnutzer" auch belangt werden kann zumindest zivilrechtlich denn es ging hier nicht um eine Strafrechtliche Sache.
Ich meinte das in dem Sinne ob Du wirklich Recast-Befürworter und 3D-Druck-Fans als eine gemeinsame Fraktion siehst ?
Für mich besteht da nämlich ein ziemlich großer Unterschied.
Ich rede von 3D-Druck-Fans die sich Model X nehmen das kopieren und dann haufenweise drucken, evtl sogar mit weiterverkaufsabsicht. Der normale 3D-Druck-Fan der sich ein paar coole Designs einfallen lässt und als Stand in nutzt gehört für mich dort nicht rein.
 
Ich rede von 3D-Druck-Fans die sich Model X nehmen das kopieren und dann haufenweise drucken, evtl sogar mit weiterverkaufsabsicht. Der normale 3D-Druck-Fan der sich ein paar coole Designs einfallen lässt und als Stand in nutzt gehört für mich dort nicht rein.
Sorry wenn ich Dich hier schon wieder zitiere, aber die Verkaufsabsicht ist hier ein entscheidender Unterschied.

Oder mal an einem konkreten Beispiel:
Wenn ich mich hinsetze und in Blender einen Space Marine nachmodelliere und mir eine ganze Armee davon drucke, wäre das schon verwerflich ? Wenn ja, warum ?
Was, wenn ich das Modell kostenlos auf Thingiverse bereitstelle (natürlich vorausgesetzt, ich lasse geschützte Symbole wie den imperialen Adler am Modell weg) ?

Interessanterweise wurde hier im Thread weiter vorne mal ein Link gepostet, ich habe den genauen Wortlaut jetzt nicht mehr zu Hand, irgendwas mit "Arschloch Recaster gegen kleine Firma". Es ging da um die Firma Vanguard Miniatures, die in diesem Narrativ als die "Guten" dargestellt wurden. Eine Firma, die ihr Geld mit Modellen wie diesen verdient:
https://vanguardminiatures.co.uk/shop/novan-elites-eagle-dropship/
https://vanguardminiatures.co.uk/shop/eloi-federation-tempest-grav-tank/

Viel Unterschied ist da ja nicht zu den Originalmodellen, reicht aber scheinbar um rechtlich OK zu sein.
Was also, wenn mein selbst modellierter Space Marine andere Augenschlitze hat und ein Lasergewehr statt einem Bolter in der Hand hat, aber nach wie vor eindeutig als Space Marine zu erkennen ist ? Dürfte ich das Modell dann verkaufen ? Schließlich hab ich´s ja selbst modelliert...

Sowas ist schon rechtlich schwer zu klären, (man erinnere sich an Klagen von Apple bezüglich abgerundeter Ecken am Smartphone) aber ab wann wird es hier moralisch grenzwertig ?
Und wenn man dieses Fass aufmacht, wird´s spätestens bei den Tyraniden auch eng, da sich GW seit der 3. Edition auch fröhlich bei Starcraft hat "inspirieren lassen".

Es gab Zeiten, wenn da jemand einen Space Marine mit Green Stuff selber geknetet hätte, hätte er wahrscheinlich einen Artikel im White Dwarf bekommen !
 
Viel Unterschied ist da ja nicht zu den Originalmodellen, reicht aber scheinbar um rechtlich OK zu sein.
Was also, wenn mein selbst modellierter Space Marine andere Augenschlitze hat und ein Lasergewehr statt einem Bolter in der Hand hat, aber nach wie vor eindeutig als Space Marine zu erkennen ist ? Dürfte ich das Modell dann verkaufen ? Schließlich hab ich´s ja selbst modelliert...
Jepp, das macht Puppetswar.eu (und viele Andere) schon seit Jahren, die haben sogar ein alternatives Fan-Narrativ, die Dornian Heresy mit ihren Minis unterstützt.

Vanguard macht eigene Designs, der Recaster hat Vanguard Designs ohne Erlaubnis kopiert und über Ebay/FB verhökert, er war sogar so dreist dem Inhaber von Vanguard das direkt anzukündigen; dies wäre dir klargeworden, wenn du auch nur den verlinkten Artikel von TT-Fix oder die FB-Ankündigung dazu gelesen hättest...

Zwar hat der CHS-Case nie ein weitere Bedeutung für die Europäer gehabt, doch GW war nicht in der Lage seine IP grundlegend zu definieren; deswegen sprechen wir ja auch von Alternativherstellern, ähnlich aber nicht gleich, deshalb keine Kopie!
 
dies wäre dir klargeworden, wenn du auch nur den verlinkten Artikel von TT-Fix oder die FB-Ankündigung dazu gelesen hättest...
Das habe ich schon verstanden. Mein Punkt ist der, dass Vanguard aber auch recht dreist Designs von GW kopiert und sie gerade so weit verfremdet dass sie rechtlich nicht belangt werden können. Bei den Beispielen kann man aber nun wirklich nicht von "eigenen Designs" sprechen.

Ich glaube, die meisten hier im Thread sind sich wohl einig, dass Recaster, die ein Originalmodell einfach abgießen und verkaufen, nicht OK sind.
Ich frage mich nur wo hier die (moralische) Grenze gezogen wird. Da gerade Vanguard auch nicht viel mehr macht als 90% GW Modell zu nehmen und die restlichen 10% abzuändern und dann verkaufen.

(Ich habe übrigens nichts gegen Vanguard, ich habe bei denen meine Epic Armee gekauft)
 
daher rührt mein Wissen das eben der "Endnutzer" auch belangt werden kann zumindest zivilrechtlich denn es ging hier nicht um eine Strafrechtliche Sache.

Das stimmt schon grundsätzlich so, nur muss man die Fall "DVD" und "GW" trennen! 😉

Es ist in solchen Fällen grundsätzlich egal, ob man da eine strafrechtliche Relevanz des Endnutzers verneint oder bejaht: Selbst wenn es strafrechtlich relevant wäre (was richtiger Weise nicht der Fall ist), würde es auf diesem Niveau keinen Staatsanwalt wirklich interessieren und der Rechteinhaber hätte da auch keinen wirklichen Gewinn dran, sondern nur Arbeit bei der Stellung der Anzeigen/Anträge.

Was anderes ist aber die zivilrechtliche Seite im Bereich "Medien": Da kann man dann mit wunderbaren Abmahnungsschreiben und Textbausteinen relativ schnell relativ viel Kohle machen (Schadenersatz, Anwaltsgebühren, Unterlassungserklärung usw.; je nach OLG-Bezirk in Deutschland kann das RICHTIG was bringen vom Streitwert her), was ein zusätzlicher Anreiz für den Rechteinhaber und seine Vertreter ist. Gilt aber wie gesagt nur für den Fall der Datenpiraterie/Downloads: Da bekommt man schnell einen Verantwortlichen identifiziert (Internet vergisst halt nie!?) und kann dem beweistechnisch schon gut auf die Pelle rücken.

Anders ist das aber bei der privaten Verwendung von Recast-Modellen: Kein Anwalt in D wird sich da die Arbeit machen, und jemanden belangen, weil der irgedwo für den Privatgebrauch ein paar Modelle eingesetzt hat, die gegen Urheberrechte verstoßen. Da ist der Streitwert mies, man muss viel Ermittlungsarbeit leisten, viel Aufwand.... Macht kein Mensch!

Die einzige -sehr theoretische- Variante die ich mir vorstellen kann: GW macht ein offizielles Turnier mit Preisgeld, verbietet vorher Recast-Modelle und testet und findet dann bei einem Gewinner Recasts. In diesem Fall könnte man neben der zivil- auch an ne strafrechtliche Verantwortung denken. Ist aber ne sehr akademische Kiste...😉
 
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