4. Edition Kurze Fragen - Kurze Antworten

Themen über die 4. Edition von Warhammer 40.000
Als es darüber früher ne Diskussion gab, hab ich das ganze mal grafisch verdeutlicht.
Die darstellung deckt sich, soweit ich es überblicke den Text im RB ab.

Grafik

@sich aus dem Korridor bewegen: nach S. 48 "A unit falling back may move around any obstruction in such a way as to get back to their base line by the shortest route" geht das schon. so meine Interpretation.
Frage ist allerdings, ob der Korridor jede Runde neu bestimmt wird oder sich eine Einheit, die sich aus ihrem Korridor bewegt auch bei einem Umweg von 1-2 Runden wieder in ihren alten Korridor zurück muss. Dazu gibt es IMO keine Regelgrundlage
 
A unit falling back may move around any obstruction in such a way as to get back to their base line by the shortest route.
Für mich wäre diese "base line" eben ihr Fluchtkorridor oder was sollte das sonst sein? Soll also heißen, sie dürfen bei Hindernissen den Fluchtkorridor verlassen, müssen dann aber so schnell wie möglich wieder auf den ursprünglichen FLuchtkorridor zurückkehren.

If a unit cannot perform a full Fall Back move in any direction, without doubling back, it is destroyed
Und hier ist dann eben wieder das alten Problem, was eben die Kehrtwende ist. Für mich ist eine Kehrtwende dann gegeben, wenn ich bei meiner Fluchtrichtung nicht mehr weiterlaufen kann und ein Modell des Trupps eben eine Kehrtwende machen muss, also bei seiner Bewegung dann näher an den Ausgangspunkt als an den Zielpunkt bewegt, also mindestens 91° umdrehen muss.

Die Frage ist aber doch viel eher, wie oft kommt diese Situation denn wirklich vor? Die meisten Einheiten haben aus diversen Gründen eh sehr hohen Moralwert oder sind furchtlos und fliehen so relativ selten. Und selbst wenn sie mal fliehen, müsste man schon vor ihrer Fluchtbewegung entsprechend viele MOdelle platziert haben, um eine solche Kehrtwende erzwingen zu können. Und ob man das überhaupt schaffen kann, ich bezweifle es, ich hab das in der ganzen 4th Edition noch nie geschafft (es aber auch nie darauf angelegt).
 
Gegen Necs versuchst du das 😉

Hatte die Situation mal gegen Jaq auf dem MU 1. Allerdings wurde es damals noch einfacher gespielt: wenn du nicht mehr zur tischkante kannst, sondern dich umdrehen musst, dann biste tot.
Diese Variante würde ich heute nicht mehr so spielen, aber wer hat sich damals schon groß mit der kehrtwende und dem ganzen kram beschäftigt 😉
 
Richtig, geht recht einfach mit Scaras die in Korridore zu werfen bzw sie eifach auf 6" am Gegner lassen um Ihn schön in die Falle laufen zu lassen. Ich hab das schon öfter erlebt, allerdings standen die Einheiten meist so das auch die Kante gleich in der nähe war.
Aber mit Scaras kann man förmlich Treibjagten eröffnen.
Aber ne genaue Definition was Kertwende ist hab ich auch nicht gefunden.
 
Für mich wäre diese "base line" eben ihr Fluchtkorridor oder was sollte das sonst sein? Soll also heißen, sie dürfen bei Hindernissen den Fluchtkorridor verlassen, müssen dann aber so schnell wie möglich wieder auf den ursprünglichen FLuchtkorridor zurückkehren.
Warte, die Definition für Baseline kannste haben auf Setie 48, 3ter Absatz:
"Most units fall back 2D6". A unit falls back directly towards the closest point of the player's table edge or of the base line where the unit deployed(entered the table if it came on at a different place."

@Black Paladin:
Das Problem ist einfach, dass geschrieben steht, die EInheit muss sich in ihrem Fluchtkorridor bewegen. Darf sich in diesem aber rumbewegen wie wild. Sie darf demnach Gegnern und unpassierbarem Gelände in ihrem Fluchtkorridor ausweichen und jene umgehen. Es wird aber nirgends die Regel ausgehebelt, dass sie sich in ihrem Fluchtkorridor bewegen muss. Ergo, darf sie diesen nicht verlassen um Gegner oder unpassierbares Gelände zu umgehen.

Hatte die Situation mal gegen Jaq auf dem MU 1.
Es war nich aufm MU 1 sondern dem Hähnel GP 06. 😛 Auf dem MU1 hatte ich diese Situation mit einem der Hähnelbrüder (gegen seine Necrons).

Aber ne genaue Definition was Kertwende ist hab ich auch nicht gefunden.
Die gibt es auch nicht. Im englischen steht dort eben auch "doubling back".
 
Sprich sobald die Einheit Ihren test vergeigt, und sie zurück muss prüfst du wie "breit" der Korridor ist denn wenn die Einheit irgendwas in diesem Ausweicht rücken die Modelle ja etwas zusammen. Wenn mann dann ne Boostene oder schnelle Einheit hat, stellt man die in den Korridor und Tschüß Trupp. Mann muss also nicht bis zur Kante warten wenn man nicht mag. Unter der Vorgabe das die Einheit nur in dem Korridor "umgehen" darf.
Ok wieder was gelernt
 
Könnte es sein, dass 'doubling back' meint, dass die Figuren dafür mehrmals hin und her laufen müssen, um die Bewegung auszuführen? Ich war nie in so einer Situation, aber ich würde un so einem Fall schlicht jede Vorwärtsbewegung(also auf die angreifenden Truppen zu)des flüchtenden Trupps nicht akzeptieren, weil es schlicht nicht mit meiner Definition von einem Rückzug in 40k. zusammenpasst. Situation ist ja folgende: Der Trupp hat mindestens 25% seiner Mitglieder verloren, häufig mehr. Das starke Feuer und die damit verbundenen Verluste zwingen den Trupp zurück. Wenn dieser Trupp nun in einem 'Trichter' steht, also weder zurück, noch zu den Seiten kann, ist er verloren, da er nur noch dem Feind in die Arme laufen kann. Der Ausdruck 'Mit dem Rücken zur Wand' kommt ja nicht von ungefähr.
 
Tja, das ist die Frage: Darf ne fliehende Einheit seinen Fluchtkorridor verlassen oder nicht?

Base line ist also die Spielfeldkante, net der Korridor. Interessant.

Ich nehme als Indiz, dass sie ihren Korridor verlassen könne das Beispielbild & die Bildunterschrift aus S. 49 o. (nein, keine Armeebilder 😉 ) Die Einheit ist von komplett 3 seiten eingekreist, auf der Letzten versperrt unpassierbares Gelände den Weg. Dürfte sich eine Einheit nur in ihrem Kooridor bewegen, wären einheiten an der Seite / im rücken völlig unnötig.

Wenn sie sich danach möglichst schnell zur Spielfeldkante bewegen sollen, dann spricht das eher dafür, dass der Fluchtkorridor jede Runde neu genommen wird. Sonst würde man mit "erst zurück in den Korridor, dann zur Kante" einen Umweg machen.
 
Ich nehme als Indiz, dass sie ihren Korridor verlassen könne das Beispielbild & die Bildunterschrift aus S. 49 o. (nein, keine Armeebilder 😉 ) Die Einheit ist von komplett 3 seiten eingekreist, auf der Letzten versperrt unpassierbares Gelände den Weg. Dürfte sich eine Einheit nur in ihrem Kooridor bewegen, wären einheiten an der Seite / im rücken völlig unnötig.
Leider ist dieses Bild ohne Aussagekraft da es einen absolut eindeutigen Fall darstellt. GW stellt auf seinen Bildern gerne extrem eindeutige Sachen dar. Nur bringen diese dem Regelverständnis nichts.
 
Was meinst du mit extrem eindeutig? Ja, für beide Positionen ist hier eindeutig, dass die einheit zerstört ist. Allerdings macht der hinweis unter dem Bild "are sorrounded by..." mehr sinn, wenn sie den korridor verlassen dürfen, als wenn nicht.

Aber naja. mehr als ein Indiz isses nicht. 😉

Deine Position war, dass ihnen nirgends explizit erlaubt wird den Korridor zu verlassen, richtig?
 
Also ich hätte da auch mal eine Frage.

Auf dem letzten Turnier hatte ich zweit Trupps relativ na beieinander stehen. Mein Gegner greift Trupp A in seiner Spielzug an und löscht ihn aus, danach positioniert er sich in Trupp B um. In meinem Spielzug möchte ich in meiner Nahkampfphase meine ungebundenen Modelle in Kontakt bewegen. Er aber sagt mir, mit späterer Bestätigung durch den Schiri, dass dies nicht möglich sei, da erst am Ende der Nahkampfphase Modelle nachrücken könnten. Und eben nicht in der Bewegungs- oder Nahkampfphase. Dadurch musste mein Sergeant mit der E-Faust zuschauen, wie sein halber Trupp massakriert wurde, ohne das er etwas dagegenb unternehmen konnte.

Ist das so regelkonform?

Besten Dank im Vorraus für die Hilfe,

Griffin
 
Was meinst du mit extrem eindeutig?
Naja in der dargestellten Situation auf dem Bild ist es einfach nur eindeutig, dass die Einheit dazu gezwungen ist eine Kehrtwende einzuleiten (was auch immer das jetz is) weil die Feuerkrieger nur 2" Spielraum in jede Laufrichtung haben. Es ist einfach ein absolut eindeutiges Beispiel, ein Vorzeigebeispiel, ein Optimum welches so gut wie nie auftritt.
Aber es hilft dem Verständnis der Regeln in keiner Weise da es keinen Bezug auf die Regeln nimmt sondern nunmal nur dieses optimale Beispiel bringt.