Weil das den Produktionsplan durcheinanderwirft. Bei einer Box nur mit Minis mag das noch angehen, weil die Fabrik vor Ort ist und der Kunde da auch die weiße Mailorder-Schachtel akzeptiert (man sollte an der Stelle nicht vergessen, dass durch Corona die Fabrik einen Monat komplett ausgefallen ist und auch haufenweise andere Produkte nachproduziert werden müssen, um wieder was am Lager zu haben, von den neuen Releases ganz zu schweigen), aber wenn Bücher nachgedruckt werden müssen, ist das schon nicht mehr völlig trivial.
Da hast du mich falsch verstanden. Ich meinte, dass es möglich wäre gewisse Armeeboxen als Auftragsfertigung mit einer längeren Vorlaufzeit bis zur Auslieferung direkt im Vorfeld anzubieten. Das eine "Nachproduktion" schwieriger ist, als im Vorfeld Kontingente zu produzieren sehe ich ja auch so.
Z.B. wäre es doch möglich gewesen die Lumineth Box eine Woche als Auftragsfertigung anzubieten. Die Modelle werden vermutlich eh alle so oder so in den Handel kommen, die Gussformen werden daher eh gefertigt.
Das Design und der Druck der dünnen beigelegten Heftchen dauert auch nicht ewig. Mein Kumpel arbeitet bei ner Druckerei. Da werden zum teil noch 2 tage vor Druck von Verlagen die Layouts geändert. Da läuft ja nur noch alles am PC. Der Druck selber ist reine Formsache.
In dem Fall wüsste GW schon im Vorfeld wieviel Sie tatsächlich produzieren müssten, bzw. würde das ja die Produktionsplanung vereinfachen. Ob jetzt 3 Monate oder 6 Monate Vorlauf reichen, kann ich natürlich nicht abschätzen, auch nicht ob der Kunde dann dieses Konzept auch annehmen würde.
Wenn ich mir aber ansehe, wie hoch bei manchen die Leidensschwelle bei Kickstarter Projekten ist, dann glaube ich, dass der Kreis auch bei GW darauf anspringen könnte, vor allem da ich bei GW davon ausgehen kann, dass Produkt auch am Ende zu bekommen.
Sind aber natürlich nur Gedankenspiele......ich bin es aber aus der Vergangenheit auch gewöhnt, dass selbst bei Auftragsfertigungen über Nacht ganze Fertigungsstrassen umgebaut wurden, weil der Großkunde nun doch eine "kleine" Änderung wünscht ?
Klar ist man auch immer von Zulieferern abhängig, aber Produktion kann heute recht flexibel reagieren.
Wobei ich aber auch davon ausgehe, dass die Produktion bei GW noch nicht im "Normalzustand" läuft bzw. die ja auch immer noch durch bestimmte Auflagen (Abstand, Maske usw.) wie bei uns auch beeinträchtigt sind.
Ne Charge mehr oder wenige ist i.d.R. kein Problem, aber statt 4 nur noch 2 Mitarbeiter an der Maschine z.B. ist für die Produktion immer unglücklich
😉