Die große GW Preisdiskussion 2013

Also das nenn ich mal eine gute, nachvollziehbare und professionelle Auseinandersetzung mit dem Thema.

Teil 1

http://masterminis.blogspot.de/2013/08/the-future-of-games-days-games-workshop.html


Teil 2

http://masterminis.blogspot.de/2013/08/the-future-of-games-workshop-games-days.html

Teil 3

http://masterminis.blogspot.de/2013/08/the-future-of-games-days-games-workshop_21.html

Teil 4

http://masterminis.blogspot.de/2013/08/the-future-of-games-days-games-workshop_27.html

Teil 5

http://masterminis.blogspot.de/2013/08/the-future-of-games-days-and-games.html

Sehr unterhaltsam 🙂.

@ DEM

das sowas nicht von Dir kommt kann ich verstehn. Ist ja sehr ausführlich. Leider weis ich immer noch nicht ob die Personalkosten bei GW, so wie Du behauptest, der niedrigste Posten sind.
Eine Antwort von Dir wäre zwar schön (bitte kein Einzeiler, Spam ziemt sich nicht für einen offiziellen GW Fanworld Vertreter 😉 ) wobei mich das dann doch überraschen würde.
 
Zuletzt bearbeitet:
Insbesondere der Vergleich "wenn man Aktien auf dem Tiefpunkt kauft und auf dem Höhepunkt verkauft" ist hochseriös.

Über gewisse Dinge bei GW kann man sehr wohl geteilter Meinung sein. Fakt ist, die Preiserhöhungen erhöhen den Umsatz nicht im selben Maße wie die Preise steigen. -> es wird weniger verkauft.

Ist das gut? Nein! GW hat sich aber hierzu entschlossen anstatt mit weniger abgehobenen Preisen die Leute zu locken eine weitere Armee anzufangen.

Der Kampf um die Hobbyeinsteiger ist nicht nach "Sturm der Vergeltung" abgeschlossen. Nur wenn die Leute die "Arbeit" sehen und sich lieber was in die Playstation schieben als ein weiteres mal in den GW zu pilgern bringt das dem Hobby nicht nur nichts, sondern gar nichts. Zumal die Zielgruppe der 12-16 jährigen Hobbyeinsteiger rein demographisch kleiner anstatt größer wird.

Ein bisserl weniger Fanboytum (der Autor gibts wenigstens zu) und Angeberei (Aldi Global CIO) wären vielleicht etwas angemessener gewesen. Also mich beindruckt es sehr wenig wenn ein IT-ler mir etwas von Finanzen und Unternehmensorganisation erklären will. Hier und da paar Charts und Anglizismen reingepackt und voila, immer noch keine echte Information oder Analyse. Was gut aussieht und sich schön anhört kann immer noch ziemlicher Blödsinn sein.

Wo wird denn auf die Kostenstruktur eingegangen? Konkret interessieren mich die Zusammenhänge warum es so toll ist, dass die Preiserhöhung nicht durchschlägt und selbst mit zwei großen Releases und der Preossteigerung nur ein Umsazuplus von 3,5 % rauskommt. Desweiteren die Frage warum es in der Situation obergeil ist Maschinen in der Fabrik zu haben die auf X-Einheiten ausgelegt sind aber durch gesunkene Verkaufszahlen nun auf Halde produzieren oder eben rumstehen und Geld kosten.

Wenn meine Info korrekt ist waren auf dem GamesDay von 2000 angepeilten nur 800 Leute - Was ist daran toll?

Eine echte Analyse macht man übrigens nicht mit dem "Consolidated Report" sondern mit ALLEN Zahlen aber unterhaltsam wird es mit Part 3 tatsächlich. 😉
Hier werden dann einige Dinge sehr gut erläutert. Warum? Der Autor sagt doch direkt selbst GW hört nicht zu.

Falsch wird dies durch Ignorieren aber nicht lieber Herr Kirby. GW macht einiges richtig, einiges aber dermassen falsch das man einfach nur noch fassungslos ist.
 
Zuletzt bearbeitet:
So ganz versteh ich aber immer noch nicht die Kundenreaktionen auf das ganze...

Es gibt zumindest für WHFB regelmäßig Diskussionen, warum das System Mist ist und regelmäßig, dass die Preise zu hoch sind. Ja nu... das wirkt irgendwie so, als gäbe es sonst keine Alternativen. In meinem Spieler-Kreis muss der einzige WHFB-Spieler immer einen Kumpel mitbringen, wenn er es spielen will. Wir sind 37 Leute, heißt, dass 36 WHFB nicht spielen (37 spielen kein 40k), was HdR zum am meisten gespielten (lebendem) GW-System macht (3 Spieler). Okay, WAB spielen 5, aber das ist ja auch tot, zählt also genauso wenig, wie Necromunda (4 Spieler).

Die häufigst gespielten Systeme sind WM, FoW und Saga. Von Saga weiß ich, dass es mehr als 10 sind, für FoW wohl auch, WM könnte noch drüber liegen. FF spielen auch noch einige, BA und DW dürften auch um die 10 Leute haben - wobei BA erst im Aufbau ist, sagen wir also, dass es eher 10 Interessenten gibt.

Was spricht denn bei euch für die GW-Systeme?

Meine Spiele sind WAB, HdR, Pike & Shotte und Saga. Ich muss aber sagen, dass ich HdR dieses Jahr noch nicht gespielt habe. Saga ist mein Hauptsystem. Dafür spricht die bei uns hohe Spieler-Dichte (mit Externen komme ich wohl auf etwa 20 Leute, mit denen ich das spielen kann), die Vielfalt an Fraktionen und Anbietern für die Modelle, der recht passable Preis für die Modelle (wenn man nicht gerade nur Gripping Beast kauft...), das Setting und das Battleboard-System.

Iich habe auch eine WHFB-Armee, die ich aber ob der Größe nicht transportieren kann, ohne das reihenweise Modelle in mitleidenschaft gezogen werden. Im Grunde musste ich immer nach jedem Spiel 20-30 Modelle wieder kleben. Kleinere Spiele sind mMn vor allem durch die aktuellen Magie-Regeln eh nicht sinnvoll, ohne Magie kann ich aber auch gleich Systeme mit besseren Regeln spielen. Ich finde die WHFB-Magie ja ganz witzig, aber dafür muss eben was auf dem Tisch stehen. Was mich aber am meisten nervt, ist die fleischlose Spielweise, die ich da regelmäßig erlebe. Ist sicher der Preis, den man für "jederzeit im Laden spielen können" zahlen muss. Aber wenn sich da dann Spieler treffen, um Rohan gegen die Lehen Gondors antreten zu lassen und das nicht einen Moment lang seltsam finden, dann weiß ich es auch nicht... Bei WHFB geht das für meine Begriffe schon allein wegen des Hintergrundes oft schief. Echsenmenschen und Zwerge kloppen sich auf einer Wüstenplatte... Da sträubt sich bei mir alles. 🙂
Daher habe ich das System WHFB eingemottet (40k hatte ich ohnehin schon vor Jahren aufgegeben) und kümmere mich jetzt vor allem um die Dark Ages. Macht mir einfach mehr Spaß und ein Preisproblem gibt es auch nicht. Ich stelle inzwischen sogar fest, dass ich kaum noch News zu GW lese oder auf deren HP unterwegs bin. Folglich lassen mich auch 25-Euro-Einzelmodelle kalt... Ich will sie ja eh nicht haben.
 
Ich denke die Diskussion nach "Sinn" und Qualität des Systems muss man innerhalb der Preise sehen. Gutes Argument Sir Leon.

Die Preise werden hauptsächlich dort erhöht wo der Spieler nachkaufen muss um weiter erfolgreich zu sein. Allerdings werden durch die Bank Anpassungen vorgenommen, welche das Spiel verteuern. Bevor man aber nur GW vors Erschiessungskommando stellt, muss man aber auch sehen wie andere Anbieter "nachziehen".

Das allgemeine Preisniveau ist jenseits von Gut und Böse. Insbesondere wenn die Reallohnentwicklung seit 2005/2008 so knapp -5 % ist. Ich beklage mich auch über die unverschämten Preise, aber aus dem Kontext heraus.

Aus deinem Post lese ich heraus, das du reiner Fluff Spieler bist. Gratulation, du hast verstanden, dass es darum geht SPASS zu haben, nicht um mit den neuesten und dicksten Kanonen din gegenüber in Runde 1 platt zu machen. Gäbe es mehr Spieler von deiner Sorte, hätte GW ein Problem, denn wahllose Preiserhöhungen sind in einer soclhen Spielergemeinschaft nicht möglich.

Schlägt man nun den Bogen zurück nach 2008 sieht man vielleicht auch den Grundsatzfehler. Damals kosteten Streitmachtsboxen 35 Pfund, 50 €. Durch den Kursverfall des Pfundes und die Rabbattierung bei Online Händlern kostete mich eine Streitmacht damals inklusive Porto so knapp über 30 €, ein Trupp Feuerkrieger so knapp 16 €. Zwei Dinge sind da also quer, zum einen die massive Rabbatierung und zum anderen die Wechselkurse sind aus dem Ruder gelaufen.

Zum Wechselkursproblem: Schwierig für alle international agierenden Firmen. GW hat sich entschlossen die Pfundpreise massiv nach oben zu setzen um den Wechselkurs auszuhebeln. Klappt halt nicht, weil dieser sich immer wieder ändert. Eine ander Option wäre es gewesen die Pfundpreise leicht nach oben anzupassen und diese als Basis zu nehmen für Quartalsweise Festlegung von Preisen ausserhalb des Pfundraumes. Auch nicht optimal aber kundenfreundlicher als den Pfundpreis innerhalb von 4 Jahren um mehr als 100 % zu steigern. Immer wieder die gleiche Leier von gestiegenen Kosten ist eine, mit Verlaub, dumme und unverschämte Lüge!

In Großbritannien wurde zur Wirtschaftsankurbelung die Mehrwertsteuer gesenkt. Vor der erneuten Erhöhung um 3 % kostete eine Imp Streitmacht genau 50 Pfund. Nach der Erhöhung 51,50 mit der Begründung der Mehrwertsteuererhöhung - die nächste unverschämte Lüge. Wäre die Erhöhung rein dieser Steuer geschuldet, wäre der neue Preis 50 / 1,17 * 1,20 = 51,28 gewesen. Zugegeben Pfennigfuchserei aber bei höheren Preisen ist dieser Mitnahmeeffekt noch deutlicher. Kurz darauf wurden die Preise erneut erhöht wegen der "gestiegenen Rohstoffpreise" (was wiederum Blödsinn war).

Also ich komme mir da auf deutsch gesagt verarscht vor als Kunde.

Das zweite Problem, die Rabbatierung ist allerdings hausgemacht. Rein marktwirtschaftlich kann ich es schlecht verhindern, dass ein online Händler ein paar Cent auf seinen Einkaufspreis aufschlägt und seinen online Kunden weiterverkauft. GW hat also logischerweise die Händlerverträge angepasst. Wäre man konsequent, würde man im Online Shop ebenfalls günstigere Preise fahren als in den GW Läden. Hätte den angenehmen Effekt den Online Umsatz zu pushen (die margenreichste Vertriebsschiene) UND die Hobbyzentren könnten weg vom Verkaufsdruck gehen und mehr "rund ums Hobby" als Kundenpflege betreiben. Dies würde den Verkauf vor Ort als Zusatzgeschäft platzieren und mehr Materialien statt Figuren beinhalten. Ein paar Boxen (mit Aufschlag gegenüber dem Onlinepreis) kann der "Berater" (statt Drücker) auch losschlagen, wenn er dem Kunden wirklich hilft statt vorgeschriebene Produktbundles den Leuten wie sauer Bier anzubiedern.


Ein Kursschwenk wäre möglich, das Potential wird von den GW Oberen aber nicht erkannt und wie in den Links beschrieben jedwede Kritik im Keime erstickt. Was mit Leuten passiert, die sich ihre eigene heile und kritiklose Welt aufbauen ist allerdings hinlänglich bekannt.
 
@ DEM

das sowas nicht von Dir kommt kann ich verstehen. Ist ja sehr ausführlich. Leider weis ich immer noch nicht ob die Personalkosten bei GW, so wie Du behauptest, der niedrigste Posten sind.
Eine Antwort von Dir wäre zwar schön (bitte kein Einzeiler, Spam ziemt sich nicht für einen offiziellen GW Fanworld Vertreter 😉 ) wobei mich das dann doch überraschen würde.

1. Bin ich kein offizieller Vertreter der Fanworld
2. Bin ich kein inoffizieller Vertreter der Fanworld

Die zahlen die erwähnte kann man in den Jahresberichten verfolgen bis um 2008/2009 sind die Stores noch als gesonderter Posten in den Jahres Berichten danach verschwinden sie ganz (sie wurden einfach den Freien Händlern zugeschlagen bzw. wurden Stores und Freie Händler zu einem Punkt zusammen gelegt) folglich sackte auch der Umsatz ein (schließlich wurde nur noch der Teil als Umsatz berechnet der den Stores in Rechnung gestellt wurde) gleichzeitig stieg aber der Gewinn da die Kosten stark abnahmen.
Trotzdem hat man genau gesehen das die Kosten trotz Schließungen und der Auslagerung nicht in dem Masse sinken wie man das von einer Firma erwartet deren Hauptkostenfaktor das Personal sein sollte.
 
Ich denke die Diskussion nach "Sinn" und Qualität des Systems muss man innerhalb der Preise sehen. Gutes Argument Sir Leon.

Die Preise werden hauptsächlich dort erhöht wo der Spieler nachkaufen muss um weiter erfolgreich zu sein. Allerdings werden durch die Bank Anpassungen vorgenommen, welche das Spiel verteuern. Bevor man aber nur GW vors Erschiessungskommando stellt, muss man aber auch sehen wie andere Anbieter "nachziehen".

Das allgemeine Preisniveau ist jenseits von Gut und Böse. Insbesondere wenn die Reallohnentwicklung seit 2005/2008 so knapp -5 % ist. Ich beklage mich auch über die unverschämten Preise, aber aus dem Kontext heraus.

Das Problem ist eigentlich keins. Ich gehe nochmal von meinen Erfahrungen mit WHFB aus. Ich habe dafür eine - zugegeben verdammt große - Armee. Alles, was da drin ist, war so mehr oder weniger auch immer im Armeebuch drin oder damit darstellbar. Meine Halblinge sind halt jetzt normale Bogenschützen, sollte aber niemanden groß stören. GW sagt ja selbst, dass man die Suppen-Schleuder als Mörser spielen kann...
So, warum sollte ich also noch was nachkaufen? Ich habe von allen Kerneinheiten zwischen 50 und 100 Modellen, 40 Ritter, 20 Pistoliere, 60 Flagellanten und 40 Bihandkämpfer, 4 GKs, zwei HFSKs, 2 Mörser, 2 Dampfer (ein von Zeppel), jeden Magier-Orden mindestens 1x vertreten, alle Helden-Auswahlen mehrfach und auf verschiedenen Reittieren. Was soll mich denn dazu bringen, für die Armee noch was zu kaufen? Demi-Greifen und Karnevalswagen hab ich auch vorher nicht gebraucht. Okay, es ist nett, dass da was neues kommt, aber neue Staatstruppen etc. brauch ich nicht. Ich höre da öfters Gemotze, dass man die Speerträger, Musketiere oder wen auch immer gerade in der aktuellen (welche auch immer) Edition nicht einsetzen kann, weil sie zu schlecht sind. Aber mal im Ernst, ich kann eh nie alle Einheiten mitnehmen und wenn ich die jetzt für zu schwach halte, kommen sie eben in der nächsten Edition wieder raus. Dieses Gerede vom Nachkaufen verstehe ich einfach nicht. Wenn ich mich für ein Volk entscheide, kaufe ich doch nicht auf 2000 Punkte genau eine Armeeliste und spiele dann nur die. Vom Wechsel von Edition 7 auf 8 habe ich es z.B. mit Leuten zu tun bekommen, die all ihre Speerträger zu Hellebardieren umgebaut haben. Was ist da der tiefere Sinn?

Aber selbst wenn ich nicht alles von dem Volk sammeln will, sondern nur ein bestimmtes Thema mit meiner Armeeliste verfolge, dann muss ich doch auch nichts nachkaufen. Das Thema wird doch nicht besser oder schlechter. Okay, wenn die Armeezusammenstellung verändert wurde oder bestimmte Einheiten verschwinden, ist es schwieriger, aber i. d. R. sollte es doch noch spielbar bleiben. Bei manchen historischen Truppen die ich habe, gibt es auch ein bestimmtes Thema und dann müssen die gegen manche Gegner eben mit dem auskommen, was sie haben. Das war nunmal so...Davon geht die Welt ja nicht unter.

Aus deinem Post lese ich heraus, das du reiner Fluff Spieler bist. Gratulation, du hast verstanden, dass es darum geht SPASS zu haben, nicht um mit den neuesten und dicksten Kanonen din gegenüber in Runde 1 platt zu machen. Gäbe es mehr Spieler von deiner Sorte, hätte GW ein Problem, denn wahllose Preiserhöhungen sind in einer soclhen Spielergemeinschaft nicht möglich.

Ich kann den Begriff ja eigentlich nicht leiden. Da denke ich immer, man hätte keinen Spaß am Gewinnen. Den hab ich. Aber sowas von... Nur will ich mir den Sieg einfach nicht stehlen. Und wenn Khorne-Barbaren neben Slaanesh-Rittern ohne zu meckern in die Schlacht marschieren, ist das einfach Mist! Warum die Regeln das hergeben, weiß ich nicht. Ich würde niemanden verbieten wollen, so eine Armee zu spielen, aber da muss doch dann irgendwie eine Regel richtung "Stänkerei" der Orks her, damit sich das nicht so total falsch anfühlt.
Neue Einheiten kommen bei mir vor allem mit Blick auf die ganze Armee in die Sammlung. Ich plane zum Beispiel gerade eine Wikinger-Armee für die Schlacht bei Cynuit. In der Armeeliste für Wikinger stehen Hirdmen, Bondi und Thralls. Den Punktewerten nach könnte man annehmen, dass die Bondi den Kern der Armee ausmachen, effektiv sind das aber nur Wehrpflichtige, die vor allem zur Verteidigung eigener Reiche eingesetzt wurden und seltener (vor allem aus logistischen Gründen) bei offensiven Kriegen. Die passen also so gar nicht zur Schlacht von Cynuit. Also bleiben sie weg.

Also ich komme mir da auf deutsch gesagt verarscht vor als Kunde.

Das ist das, wo ich echt stutzig werde. Offenbar geht es ja vielen so. Zu teuer, laufend neue Regeln, bestimmte alte Armeen werden gefühlt nur alle 10 Jahre angepasst, das Auftreten GWs nervt etc. pp.
Was genau ist denn dann der Grund, dabei zu bleiben? Ich bekomm es einfach nicht auf die Kette. Die Figuren werden ja nicht zu Staub zerfallen, wenn man mit denen jetzt einfach ein anderes Regelwerk nutzt (HotT, KoW...) und sie zukünftig um Modelle anderer Hersteller erweitert. Und ansonsten verkauft man den Kram und kann sich von dem Erlös immer noch eine neue Armee (womöglich sogar eine größere) von einem anderen Hersteller kaufen. Eine 2500-Punkte-Armee der Normannen für WAB bekomm ich für ca. 120 Euro. Dafür gibt es was? 3 Taktische Trupps und einen Captain der Space Marines?

Was wollen die Leute denn? Ich will echt niemanden bekehren. Mir ist es recht egal, was andere Leute spielen, solange ich genug Mitspieler finde. Aber warum sich da einige noch mit GW abgeben, obwohl sie offensichtlich unglücklich sind, kann ich einfach nicht nachvollziehen.
 
Wobei ich mich ausnehmen möchte, mein letzter GW Kauf warenbei Erscheinen 2 Drys und eine Dose Chaos Black. Seither nüx.

Das Phänomen das soviel gelästert aber dennoch gekauft wird führe ich auf Bequemlichkeit zurück. Es ist eben bequemer alles mundgerecht zugefüttert zu kriegen anstatt ein unbekanntes (oder weniger gespieltes System) zu erlernen und andere dafür zu begeistern. Kampagnen etc selber schreiben? Der Imperator bewahre uns davor.
 
Das gute an den mittlerweilen echt fiesen GW Preisen ist ja, dass ich seit einigen Jahren sehr mit bedacht kaufe. Entweder kaufe ich die Minis gebraucht, tausche sie oder kaufe mir nur die nötigen Bits um Einheit XY selbst zu bauen.

Als ich vor ca 15 Jahren mit WHF anfing gings Rund im Hobbyladen... da eine Box, da ein Blister, da noch ein Blister usw usw.
Im Lauf der Jahre sammelten sich auch Berge an grauen und OVP Minis an. Die Motivation sank natürlich. Vor ungefähr 10 Jahren fing ich mit sterblichem Chaos und Orks & Goblins an und keine der Armeen wurde je fertig bemalt!

Wo ich dann mit 40k angefangen habe und mich mehr und mehr hier im Forum rumtrieb und mich auch mit der Firma GW und deren Preispolitik auseinandersetzte kam ich zu dem Entschluss das es nicht so weiter gehen kann. Ich entschied mich nur noch 40k zu spielen und zu sammeln und so habe ich ALLES andere verkauft. Gelegentlich tuts mir leid da ich mit manchen Minis auch Erinnerungen und lustige Geschichten verbinde, aber die besagten Miniaturen werden die nächsten 10, 20 und auch 30 Jahre nur im Karton rumliegen und Staub ansetzen. Auch Farben, Sprays, Pinsel, Klebstoff usw beziehe ich mittlerweile von anderen Herstellern die viel günstiger sind und dessen Qualität zum Teil besser ist als die von GW.

So bleibt mir einerseits viel mehr Geld übrig für meine 40k Armeen, die Motivation zum malen geht nicht verloren und man merkt es deutlich am Geldbeutel!

Meine Tyraniden die ich so nebenbei aufbaue ist die günstigste Armee die ich jemals aufgezogen habe. Kein einziger Käfer wurde neu gekauft, alles gebraucht entfärbt oder ertauscht. Es macht mit mittlerweile auch sehr viel Spaß mit den Leuten zu handeln und zu tauschen. Oder schrottreife Minis billig kaufen, entfärben und wieder fit machen. Restaurieren sozusagen 😀 In den Laden gehen und sich die Minis nackig und OVP kaufen kann ja jeder 😛
 
Oder schrottreife Minis billig kaufen, entfärben und wieder fit machen. Restaurieren sozusagen 😀 In den Laden gehen und sich die Minis nackig und OVP kaufen kann ja jeder 😛

Ja so ist das nämlich. Nur bei mir sind es vorrangig die eigenen Jugendsünden, die ich wieder hervorkrame und restauriere. Nichts ist befriedigender als eine 'Mini, die man noch im alten Zustand, also mit gefühlt 5 Kg Farbe dranne, kannte, entfärbt und umgebaut völlig überholt zu habne und die Leute im Laden oder hier im Forum ergehen sich dann in ahs und ohs und toll super und last but not least in weitersos, dass es nur eine Freude ist. denn mal ehrlich, aus der Box bauen kann jeder und selbst wenn es vernünftig bemalt ist, ist doch nur Stangenware.

GW hat mit den zig tausend bitreichen Plastikboxen einen Weg eingeschlagen, den ich mit einem lachenden und einem weinenden Auge sehe. Man kann mittlerweile nahezu alles, was für das Spiel nötig ist, im Laden kaufen. Das hat den Vorteil, dass man nicht mehr s extrem darauf angewiesen ist, mit Modellbauskills sich Fehlendes selbst zu erstellen. Das führt aber zumindest bei einem Teil der Spieler dazu, dass es nicht mehr zu kreativen Eigenkreationen kommt, weil a) die Motivation fehlt und b) das vielfältige Sortiment eben dazu führt nur noch im Rahmen eben jenes Sortimentes zu denken. Der Hintergrund von 40k ist so vielfältig. Aber wirklich kreativ umgebaute Armeen sind eher die Ausnahme denn die Regel. Impspieler beispielsweise verwenden fast ausschließlich noch Plastikcadianer oder die teuren Forgeworld- Minis, wenn mal etwas ausgefallener sein soll. Wobei dann dieses Ausgefallenere weniger durch Umbauten als durch den Preis der Forgeworldprodukte zustande kommt.
 
Hier kann ich dann viele nicht verstehen die sich wie ihr es so schön nennt " schrottreife Minis" kaufen statt vernünftiges gebrauchtmaterial oder neuware denn sind wir mal ehrlich ne Box Marines z.b. Die total verhuntzt ist kostet mich meist auch noch 10-12 Euro sind 18 weniger als neu. Jetzt Brauch ich schonmal 2-3 Stunden um die gründlich zu zerlegen und zu reinigen und hab danach nichtmal zusätzliche bitz und die zeit und die materialen zum entfärben wiegen die 18 Euro Ersparnis bei weitem nicht auf.

Von daher seh ich's einfach so das es sich nicht lohnt crap zu restaurieren da man sich im Endeffekt nicht wirklich Geld spart.
 
Doch das lohnt sich schon. Und zwar weil deine Prämisse falsch ist. Die Modellbauarbeit ist doch zumindest für mich kein notwendiges Übel, um endlich spielfertige Minis zu bekommen. Sie ist ein für mich sehr wichtiger Teil des Hobbys. Wenn ich also Minis kaufe, dann als Ausgangsmaterial für mein Hobby, das ich für mich selbst betreibe. Also sind die Arbeitsstunden in diesem Falle kein Kostenfaktor. Ich erhalte gerade durch verhunzte Minis eben Material, dass meine modellbauerischen Fähigkeiten mehr fordert als ein Neukauf, den ich direkt aus der Box bauen kann. Außerdem ist es auch so, dass wenn ich umbauene will und es schief geh, ich den Verlust eher verschmerzen kann, als bei einem sauteuren Neukauf.

Aber du hast natürlich recht für diejenigen Spieler, die primär ihre Armee speilbereit haben wollen. Wer primär Modellbau betreibt, wird das wohl anders sehen.
 
Hier kann ich dann viele nicht verstehen die sich wie ihr es so schön nennt " schrottreife Minis" kaufen statt vernünftiges gebrauchtmaterial oder neuware denn sind wir mal ehrlich ne Box Marines z.b. Die total verhuntzt ist kostet mich meist auch noch 10-12 Euro sind 18 weniger als neu. Jetzt Brauch ich schonmal 2-3 Stunden um die gründlich zu zerlegen und zu reinigen und hab danach nichtmal zusätzliche bitz und die zeit und die materialen zum entfärben wiegen die 18 Euro Ersparnis bei weitem nicht auf.

Von daher seh ich's einfach so das es sich nicht lohnt crap zu restaurieren da man sich im Endeffekt nicht wirklich Geld spart.

Ach doch da spart man schon einiges an Geld. Kommt halt auch drauf an ob man das aufbereiten der Minis möchte und es einem Spaß macht oder nicht. Bei mir gehört das "aus alt mach neu" mittlerweile zum Hobby dazu.
Zum entfärben brauchst du lediglich ein wenig Isopropanol und eine harte Zahnbürste. Das Isopropanol kannst du ein paar mal durch ein Tuch filtern und Zahnbürsten hat man sowieso... Ich verstehe bis heute nicht warum anscheinend manche User hier Geld bezahlen um sich Minis entfärben zu lassen, es ist soooo einfach.
 
Und die zeit die du brauchst um vernünftige Ergebnisse zu erzielen müsste auch berücksichtigen 😉


Ich entfärbe auch Zinn Minis aber bei Plastik mach ich mir den Stress nicht mehr da mir die zeit zu schade ist da Zahl ich lieber etwas mehr und kann an frischem Plastik werkeln

Ob Zinn oder Plastik ist egal. Wie schon gesagt: Mini in das Isopropanol schmeissen, warten, abschrubben, fertig 🙂

Sagst ja auch keiner was dagegen frisches Plastik zu benutzen und die Neupreise zu bezahlen. Jeder so wie er will.
Mittlerweile tu ich mir den "Stress" jedoch gerne an da es für mich eher ein Erfolgserlebnis ist wenn ich eine abge*uckte Mini neben einer aufbereiteten Mini stehen habe.

Es ist jedoch auch etwas aufwendiger als alles aus einer neuen Box zu bauen. Da bei gebrauchten Minis oft nicht die benötigten Waffen dabei sind muss man erst in der Bitzbox gucken. Blins kaufen ist da also nicht drin.

Habe zb mal 2 Rhinos für 10€ gekauft. Von einem Bitsshop (bitspudlo.com) dann 2x die Gatling Cannon Platform für je ~8€ und schon hat man 2 Razorbacks mit sync. Sturmkannone für 26€. Das entspricht pro Razorback 13€. Selbst bei einem deutschen Shop, der das Razorback OVP für 29€ anbietet spare ich mit meinen 13€ immer noch satte 16€ UND ich hab sogar noch den Stuka Turm!
Nur mal so als Beispiel. Ich finde mittlerweile rentiert sich der Mehraufwand mehr denn je!
 
Ich kann appleuser durchaus verstehen. Man spart zwar Geld, muss jedoch immer damit rechnen, dass Teile der gekauften Figuren Schrott sind. Ich habe da schon einige "Schnäppchen" gesehen... Ein Bekannter hat einen Land Raider aus der Bucht gekauft, nur um festzustellen, dass das Modell fast nicht entgratet war und stellenweise Lücken schlimmer als die alte Khadorspalte hatte. Und ein Drittel der beiliegenden SM war mit Chaosboltern ausgestattet. Somit war ein guter Teil der Figuren nicht ohne Zusatzteile nutzbar, der LR war für eine optisch angemessene Weiterverwertung gar nicht mehr zu gebrauchen. Und das war jetzt nur eines von mehreren Beispielen.

Auch wenn ich das Geld nicht im Überfluss habe, kaufe ich doch lieber die Figuren neu, dann weiß ich wenigstens, dass sie anschließend so aussehen, wie ich es will. Und wenn ich doch einmal gebrauchte Figuren kaufe, dann normalerweise im Bekanntenkreis, sodass ich sie vorher anschauen konnte. Höchstens bei Zinnfiguren mache ich mal eine Ausnahme, dann sehe ich aber zu, dass sie mir als vollständig angeboten werden.

Modellbauarbeit gehört für mich durchaus zum Hobby, jedoch sind für mich Modellbauarbeit und Schadensminimierung zwei unterschiedliche Dinge.
 
Man kann immer angehen. Ein Dark Eldar Venom war so verhunzt und mit knapp drei Tuben Plastikkleber zusammengezimmert das ich den VK gefragt habe ob er einen an der Waffel hat sowas zu verkaufen. Geld gabs über Paypal zurück, negative Bewertung und Ende.

Solche Zeitgenossen hat man im Club genauso wie auf ebay. Da hilft nur Augen auf beim Eierkauf.
 
@ Eversor

Ich den appleuser durchaus auch verstehen. Aber ich bin der Meinnung, es ist wesentlich verkraftbarer, einen Landraider, der tota verhunzt aus der Bucht kommt, von Grund auf neu auf un umzubauen, als für Modifikationen, die immer das Risiko in sich tragen schief zu gehen einen Fabrikneuen zu verbrauchen. Und wenn am Ende ein Panzer entsteht, der das Standardmodell in den Schatten stellt, ist das sehr befriedigend. Gerade bei Panzern sehe ich das so, dass man einen Gebrauchten vor der Entfärbung sowieso möglichst zerlegen sollte. Ich hab einfach die Erfahrung gemacht, dass durch das ständige Überlegen, Suchen nach preiswerten Alternativen sowie das Experimentieren mit verhunzten Altbeständen meine modellbauerischen Fähigkeiten doch zugenommen haben. Ich denke einfach das ist wie mit den Autoschraubern. Da gibt es auch solche Typen, die sich Fälle für die Schrottpresse holen und dann komplett neu aufbauen. Sowas kann auch Befriedigung verschaffen auch wenn dies wohl nicht jedem so geht.