Balancierte Regeln sollten eigentlich genau das garantieren:
Dass eine vermeintlich bärtige Überliste einer einfachen rudimentär optimierten und abgestimmten Liste gar nicht so weit überlegen ist. Dass es keine Übereinheiten gibt, die man nur spamen muss um zu gewinnen.
Dass im Forum nach Schwächen im System geforscht wird, ist nicht nur natürlich, sondern auch genau richtig so.
Soll heißen:
Ob die 8. nun so unreif ist, wie von Arkhalagon behauptet, oder nicht, ist eine Sache, aber wenn das Geschriebene zutreffen sollte, dann ist es sehr wohl Fehler des Systems, nicht der Spieler.
Q.E.D.
😉
Oder um es mal mit ein wenig Worten auszuschmücken:
Völlig falscher Ansatz und meiner Meinung nach der Grund für sie riesigen Probleme, die das Spiel hatte und hat.
Da ich dir das aber nicht einfach so vor den Latz knallen will und du ein feiner Kerl bist, werde ich das noch weiter ausführen.
Hat diese Einstellung in den letzten 20 Jahren bei 40k funktioniert?
Da wird doch jeder mit einem einem fettem Nein antworten.
Wie könnte es das auch?
Es gibt dutzende Fraktionen mit zig verschiedenen Einheiten, die mal mehr, mal weniger einzigartig sind. Diese führt man zu teilweise Hunderten gegeneinander in die Schlacht in 12 (?) Standardmissionen auf den diversen selbstgebauten Schlachtfeldern. Perfektes Balacing, dass völlig Fremden ein perfekt gebalancedes Spiel ermöglicht, ist doch vollkommen unmöglich unter den Vorraussetzungen.
Meines Wissens nach gibt es kein Spiel, dass das in dieser Größenordnung mit so vielen verschiedenen Fraktionen, Einheiten und Modifikationsoptionen leistet.
Selbst das vielzitierte X-Wing, welches man aus diversen Gründen nicht mit 40k vergleichen sollte, leistet das nicht. Auch da gibt es krasse Unterschiede in den Leistungsklassen.
Sowas ginge nur, wenn sich die zig verschiedenen Einheiten wirklich nur rein optisch unterscheiden und man alles sehr hart abstrahiert. Das haben sie ja zu einem gewissen Teil jetzt gemacht, weil es einfach viele Spieler gibt, die das so sehen wie du und überhaupt nicht auf die Idee kommen, dass es ihre Einstellung ist, die da mit Schuld hat.
40k ist einfach kein einfaches Spiel wie Stratego oder Mensch ärgere dich nicht. Es ist und war auch immer eine Geschichte, die auf dem Spielfeld erzählt wird und das sollte der Anspruch sein, den man an das Spiel hat. Wenn man völlig auf die Story pfeift, dann ist das Spiel einfach nicht das richtige und man wird und wurde immer enttäuscht sein.
Zweitens behauptest du, dass es natürlich und vollkommen richtig sei, dass man im Internet seine Listen optimiert und das ist so einfach nicht richtig.
Ich will das Beispiel Horus Heresy nicht überstrapazieren, aber hier passt es wie die Faust auf's Auge.
Siebte Edition 40k Spiele gegen einen unbekannten Spieler machen, ohne sich vorher abzusprechen?
Völlig ausgeschlossen. Leichter kann man sich nicht einen potentiell ätzenden Abend wünschen.
Kann klappen, tut es aber oft nicht, dank der von dir so schön umschriebenen Einstellung.
Ein HH Spiel gegen einen unbekannten HHler?
Absolut kein Problem.
Ist das Spiel anders?
Nein, gleiche Regeln.
Sind die Armeen besser gebalanced?
HA, sage Ich, Ha.
Custodes, Mechanicum und SA machen dich fertig, wenn die es drauf anlegen.
Woran liegt es also, dass es da fast nie Probleme wie in 40k gibt?
Antwort: die Einstellung der Spieler.
Da ist es eben nicht natürlich, dass man sich gegenseitig zeigt, wie asi man aufstellen kann. Es wird kaum nach Optimierungen gefragt.
Kurz: die Schwächen sind durchaus bekannt, werden aber nicht ausgereizt, weil dann im Endeffeckt alle leiden und keiner was davon hat.
Das ginge und geht auch bei 40k.
Beispiele dafür kann ich dir genügend nennen. Es gibt sie ja, die Spieler, die miteinander spielen, denen der Hintergrund wichtig ist und dadurch beiden Spielern zu mehr Spaß verhelfen.
Das geht aber nur, wenn man 40k nicht einfach als irgendein beliebiges Brettspiel sieht, sondern ein wenig selbst mitmacht.
Es ist nicht mal anstrengend.
Aber wenn einem das schon zu kompliziert ist und man sich in seiner Freiheit einschränkt, dann darf man sich hinterher nicht beschweren, wenn irgendwann das System tot ist, weil keiner mehr Bock drauf hat.
Und danach sah es am Ende der 7. Edition doch aus.