Gelände ist wirklich ein saukompliziertes Thema.
In der 10. Edition hatten wir als Launch Gelände das Fronteris Set bekommen, das eben nicht nur aus L-shaped Ruins bestand.
Und ich habe mich mit jeder Menge davon eingedeckt, allein drei der Landepads.
Und so abwechslungsreich in Stil und Form das Gelände auch war, es ist fürs Spiel super kacke gewesen.😕
Hunderte Euro, zig Stunden an Arbeit, und jetzt fängt bei mir praktisch alles nur Staub.
Direkt unser erstes Spiel zeigte uns, dass es mit den 40k-Regeln einfach nicht sonderlich gut funktioniert.
Turn 1: den Morkanauten unseres Ork-Spielers zerlegt. OoM drauf und boom.
Zusätzlich behindern die großen Objekte massiv die Bewegung und die taktischen Möglichkeiten.
Der Footprint von einem Landepad mit Gebäude drauf ist so groß, dass es ca. zwei Runden braucht, um die Seiten zu wechseln – was bei effektiv vier Runden Spielzeit einfach zu viel ist.
Wie gesagt, ich habe das Set mehrfach gekauft, gebaut und bemalt und damit eine mächtige „sunk cost fallacy“, um mir das Set doch irgendwie schönzureden.
Aber ehrlich gesagt, fürs Spiel ist es einfach nicht optimal, zumindest nach den Regeln der 10. u. 11. Edition.
So „ausgeleiert“ L-shaped Ruins auch sind, sie funktionieren verdammt gut.
Persönlich finde ich, es kommt stark darauf an, wie man sie ins Spielfeld integriert.
Sie sollten mit Geröll und kleineren, sekundären Elementen ergänzt werden, damit sie relativ natürlich wirken.
Und am besten auch ziemlich hoch sein, damit man nicht nur Deckung oder unterbrochene Sichtlinien deklarieren muss, sondern diese auch tatsächlich so wahrnimmt.
Dann sind L-shaped Ruins super.
Wenn es aber nur Plastik oder Kartonwände sind, sieht das Ganze eher aus wie ein Spielfeld aus „American Gladiators“.